Donnerstag, 24. Oktober 2013

Großstadtrevier


Unser Garten ist Teil eines riesigen Garten-Ensemble, denn alle Häuser unserer und der umliegenden STraßen haben ihren Garten hinten dran. So ist unser Garten quasi auch Teil eines luxuriösen Katzen-Areals. Durch unseren Garten ziehen sich diverse Katzen-Trampelpfade, ach, Bundesstraßen, nein, Autobahnen! Das kann man besonders schön im Winter beobchten, wenn sich durch den Tiefschnee diverse Spuren ziehen; die Katzen nehmen aber immer denselben Weg, auch im Sommer.
Und wir haben hier einige Katzen: Den grillkater, der immer sofort zur Stelle ist, wenn der Grill abgedeckt wird; den Katzenführer, der hat so ein kleines schwarzes Bärtchen; die Scheue, eine ganz süße, die immer ein bissi braucht, bis sie schmusen kommt, dann sich aber selbst vor anderen Katzen in unserem Schutze sonnt; den roten Tiger... und dann noch die Wunderhübsche.

So war es nicht verwunderlich, dass sich im Garten, als ich grad das Monatsbild für Tabeas Aktion machte, auch eine Katze befand. Da hinten bei dem komischen Apfelbaumm dessen Äpfel nicht schmecken, stand sie und schaute etwas entsetzt, als ich auf einmal kam. So entsetzt, dass ich sie in Ruhe ließ und mein Bild knipste.


Als ich zufrieden war, schaute ich nochmal nach ihr, aber sie war schon auf lautlosen Sohlen verschwnden.
Da fiel mein Blick ein paar Meter vor mich - lautlos angeschlichen hatte sie sich, neugierig, wie die Katzenviehcher nun mal sind ;-)
Tatsächlich schaffte ich es, mit meiner ollen Knipse auf den letzten Metern den Schleichgang festzuhalten - ein Schnappschuss, aber hier passt einfach alles. Vor allem: Dieses Grün!!!


Verdient sie nicht zu Recht den Namen "Wunderhübsche"?! Hach... nur streicheln wollte sie sich trotzdem nicht lassen, schade!
 

Mittwoch, 23. Oktober 2013

12tel-Blick Oktober


Am FR hab ich die 10 minütige Sonnenphase genutzt und schnell ein Gartenfoto gemacht. Nicht zu früh würd ich sagen, denn am SO war der Mann schrecklich fleißig und hat Blätter zusammengerecht und wahllos die Bäume beschnitten. Herr, vergib ihm, auch wenn er nicht weiß, was er tut! Bitte lass die Apfelbäume trotzdem auch nächstes Jahr noch Früchte tragen!!
(Die gibt es zwar dieses Jahr nur in überschaubaren Mengen und fallen alle wurmstichig vom Baume, aber so kann ich immerhin alle essen und muss dafür nicht mal auf eine Leiter klettern!)

Seine Arbeit war allerdings "etwas" müßig; kam ein bissi Wind vorbei - hui, sieht es schon noch wilder aus als vorher! Aber ich mag das ja
Also nicht, dass der Mann sisyphosmäßig mit Schwitze im Gesicht den Rechen schwingt, sondern wilde Gärten!


Schön sieht's aus... genau so schön, wie wenn im Frühjahr endlich alles grün wird...
und von oben kann man sogar ein bissi erkennen, dass die Buche langsam verfärbt:


Noch mehr Eindrücke im Wandel des Jahres finden sich wie jeden Monat bei Tabea. Und das ist die Idee dahinter.

Ich freue mich schon auf eine Abschluss-Collage der Gartenbilder. Aber vorerst müsst ihr euch durch die einzelnen Monate klicken: Januar, Februar, März, April, Mai, Juni/Juli, August, September, November ...

Montag, 21. Oktober 2013

LiebLinks N°32 ♥


Wie jeden Montag hier vor Ort meine Fundsachen, die es sich unbedingt lohnt zu teilen, die ich mir merken will, nachmachen muss, die mich zum nachdenken angeregt haben oderoderoder. 
  • Freundschaftbänder gehen ja immer wieder. Das ist wie mit Seifenblasen oder Sammelbildchen - die kommen auch nie aus der Mode. Für die verschiedensten Knoten für Freundschaftsbänder gibt es eine tolle, bildliche Anleitung.
  • Wer sich nicht nur die Mühe macht, ganz altmodisch Geburtstagskarten zu verschicken (so  wie ich), sondern diese auch noch selbst zu gestalten (ganz bestimmt nicht ich), findet hier eine Anleitung für eine Karte mit aufpoppenden Luftballons.
  • Der Winter kommt bestimmt und mit ihm die hungernden Vögel, die im Tiefschnee nix mehr finden. Wer Vogelhäuschen altbacken und spießig findet, kann sich aber vielleicht an der Vogelstation aus altem Geschirr ergötzen - muss ja nicht gleich mit Blümchen-Muster sein!
  • Zu guter Letzt noch drei tolle Links, über die ich Dank Herrn Buddenbohms gestolpert bin (Danke dafür!): Miniaturfotografie der wirklich aufwändigen, aber extrem realistischen Art.
  • Ein mal ganz anderes Museum, von ganz alltäglichen Dingen. Da kann nicht mal die vollgestellte Bude unserer Untermieter mithalten! ;-)
  • Nicht mal mehr zwei Wochen bis Halloween, dringend Zeit, um sich Gedanken über das Halloween-Buffet zu machen! Muffinspinnen kann inzwischen ja schließlich jeder ;-) (mein absolut ekligster Favorit: Der Kuchen im Katzenklo... *börks*)

Samstag, 19. Oktober 2013

Kutter für die Fee


Das Schöne daran ist, wenn gute Freunde an den AdW ziehen, dass man immer Urlaubsfeeling hat, wenn man sie denn besucht! Wenn.
Dörty ist nun schon seit über einem Jahr weg und Gott sei Dank hab ich sie in der Zeit öfter gesehen, aber so einen richtigen Ostfriesen-Kurzurlaub wie Anfang 2011 gab es irgendwie trotzdem nie...
Das wurde Anfang der Woche aber alles nachgeholt!
Zwar war es deutlich zu früh für Grünkohl (schade...) und wir haben weder das Meer (ts!) noch Seehunde gesehen, aber:

Den ersten Ostfriesentee konnte ich bei strahlendem Sonnenschein am Hafen in Leer verköstigen, während der Mann seiner Arbeit nachging (Kundenbesuch, wie praktisch, wenn man selbst dann grad Ferien hat ;-) ). Dort entdeckte ich neben einem tollen Krimskramsekrusch-Lädchen auch den schönen Briefkasten.


Dörty, nun mehr oder minder sesshaft 20 min von Norden entfernt irgendwo im Nirgendwo, hatte es tatsächlich noch nie auf die andere Seite Nordens nach Greetsiel geschafft (war aber bereits 6x in der Seehundaufzuchtstation...) und musste erst durch uns darauf hingewiesen werden, dass dies doch eins der schönsten Örtchen an der Nordsee ist!

Nach einem kleinen Spaziergang an der Leybucht entlang, der uns bis zum Meer aber zu weit war, wurde selbstverständlich in der Miniatur-Bäckerei direkt am Hafen, neben dem Teeladen, eingekehrt. Dort gab es die ersten Leckereien, natürlich Tee und den leckersten Rhabarberkuchen der Welt: dünner Mürbeteig, mindestens 3cm Rhabarbermatsche, eine dünne Schicht Biskuitteig und obendrauf mindestens 3cm Baiser!!!
So fruchtbar lecker, dass es kein Bild davon gibt. Denn der Mann hatte gehofft, alles schnell aufessen zu können, bevor wir nach unserer kleinen Bummelrunde durch die Läden zu ihm stoßen. Denkste!

Aber mehr als probieren war eh nicht drin, denn gar nicht so viel später ging es ab zum lecker Fischessen ;-)


Am nächsten Tag wurde ordentlich weitergefuttert: Erst einmal Frühstück im Café Remmers in Norden. Vor allem im Sommer stell ich mir das ur-romantisch vor auf der Dachterrasse. Allerdings sollte mal laut Dörty dann UNBEDINGT reservieren, erst Recht am WE!
Wir hatten Glück: Die Sonne schien anfangs so warm, dass man im Shört draußen sitzen konnte und es war kaum Kundschaft da außer uns.

Leckerste Brötchen, die ich seit langem gegessen habe und feine Tiergesellschaft gibt es obendrauf: Nach dem Essen wurden wir von einem Tagpfauenauge besucht und unten im Laden lag ein Tiger-Kater, der sich wirklich durch gar überhaupt nix stören ließ! ;-)


Bevor wir uns dann leider schon wieder auf die Heimreise machen mussten, bummelten wir noch kurz durch die Innenstadt - die ist wirklich so klein, eigentlich braucht man da keine halbe Stunde für. Es sei denn natürlich, man biegt kurz in die "Große Neustraße", gegenüber vom Remmers ab...
Dort haben sich nämlich fünf Ateliers angesiedelt, deren Künstlern man beim Arbeiten über die Schulter schauen darf. Oder man werkelt gleich selbst mit!

Dörty will mir was für den Adventskalender machen, ich bin gespannt, aber ich musste das Angebot selbstredend sofort annehmen!! Die Drechselarbeiten hat Gunter Ebersbach selbst gemacht (hätte ich aber auch gedurft an der anderen Maschine), aber malen durfte ich. Und nun bin ich stolzer Besitzer eines Leuchtturm-Kulis ♥

Ein Sahnebonbon hab ich noch für euch: Ich selbst hab es ja nicht so wirklich mit Schuhen, aber die ein oder andere Dame da draußen wohl schon (wie z.B die Dörty!!!), deswegen hab ich eins der Schilder im wirklich abwechslungsreich und liebevoll gestalteten Remmers abfotografiert...


Ein schönes Wochenende!

(Und wenn sich jetzt einer wundert, was der Titel eigentlich mit dem Post zu tun hat... na, die Fee liebt doch Kutter über alles! Da hab ich ihr mal ein paar mitgebracht; ihr Ausflug nach Greetsiel ist ja schon wieder Eeewigkeiten her!)
 

Montag, 14. Oktober 2013

LiebLinks N°31 ♥


Wie jeden Montag hier vor Ort meine Fundsachen, die es sich unbedingt lohnt zu teilen, die ich mir merken will, nachmachen muss, die mich zum nachdenken angeregt haben oderoderoder.
  • Immer gern gesehen in meinem Sammelsurium sind Ideen, um Kinder zu beschäftigen. deswegen fragte die Steppentochter auch völlig ungeniert neulich nach, was sie denn wohl mal mit den Gören basteln könne, falls das Wetter schlecht wird... das Problem dabei: Wirklich kleine Kinder und basteln? Außer matschen, Prickelnadel und Knete fällt mir da gar nicht so viel ein... :-/ Auch Rennautos aus Wäscheklammern sind eher was für größere kleine Kinder. Eine Schleuder/Zwille, die Pompons schießt, ebenfalls. 
  • Kastanientiere sind ja doch "etwas" oldshool, aber Kastanien in kleine Eulen verwandeln, das hat schon was. Und das können auch kleine Kinder. Halt ohne Heißkleber, sondern mit gutem Kleber.
  • Und was natürlich immer geht sind Bilder aus Hand- oder Fingertapsen
  • Jetzt aber auch noch mal was zum selbst basteln! So personalisierte Silberanhänger fin dich ja ganz groß und eigentlich (...) kann man die wohl auch einfach selbst machen (mit dem nötigen Zubehör).
  • Ein Tablett aus alten Zollstöcken. - Wo krieg ich denn jetzt nur zwei bis vier so alte Dinger her...?!

Sonntag, 13. Oktober 2013

12 von 12


Gestern war schon wieder der zwölfte (hui, noch 2x und wir stecken schon voll im Adventskalenderauspackmodus...), da ruft Caros Aktion, 12 Bilder über den Tag verteilt zu zeigen!
(Caro hatte gestern übrigens Geburtstag - herzlichen Glückwunsch auch von hier!)

Mein Tag war sehr lang, gegen 3.00 Uhr war ich endlich im Bett *gähn*, nur der Mann kam noch deutlich später, deswegen gibt's meine Bilder erst jetzt.

Alle anderen, die auch mitgemacht haben, finden sich hier.

Nur mit Apfel- und BörnenSchnitzchen eingdeckt, hab ich endlich mal die länsgt anstehenden Mails geschrieben und die "ungelesenen" Mails bearbeitet. Stand: Von 43 auf 4! Mal schauen, wie lange das hält ;-)


Zur Belohnung für diese lästige Arbeit erstmal eine Runde Strickkuscheln und ein bissi Serie schauen...


Dann ab in den Regen, einkaufen und der besten Mitbewohnerin ever ein paar Blümchen holen. Vom Süßisüß bekommt die Arme nämlich keine, nicht mal zum runden Geburtstag :(


Nun aber endlich auch mal wirklich frühstücken!!!


(trällernd) "das bißchen Haushalt..." - macht heute mal leider nicht der Mann... aber vorgelegt hat er wie man unschwer erkennen kann. ICH würde NIEMALS die Socken so ordentlich aufhängen!!!


Sehr später Nachmittagssnack. Dass die Stollenstücke so klein sind, liet übrigens nicht daran, dass ich den Stollen grad erst angeschnitten habe... ;-)


Der Mann kommt aus der Stadt wieder und hat mir ein Geschenk mitgebracht. Der Gute ♥
Er hat keine Ahnung, um was es geht, er hat es wirklich nur nach dem Titel gekauft (was bei ihm quasi ein absoluter Megaoberfrevel ist!). Das muss Liebe sein... *hach*
(Der Inhalt klingt übrigens genau so gut.)


Auf einmal packt mich - endlich - die Nähwut und ich schneide kurzerhand was nach recht freier Schnauze zu...


Der fast fertige Prototyp. Hätte schlimmer kommen können!


Abendbrot ab in den Ofen  und derweil den Nudelteig für morgen kneten (geht nämlich 100x besser durch die Nudelmaschine, wenn der Teig länger gelegen hat)...


... ein bissi schicki machen für die Party der besten Mitbewohnerin ever...


... dann mit Schingge und Börne gepimpte 4Käse-Pizza genießen. Leckerst!!


Nach peinlichen Partyspielen, Quatschen und lustigen Fotos fix heim: Wer käme nicht bei diesem Anblick auf die Idee, im Haus der besten Mitbewohnerin ever gäbe es einen Fahrradladen ;-)

Danke fürs Gucken

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Und gelesen hab ich doch!


Es ist zwar schon ein Weilchen her, dass ich euch die zuletzt gelesenen Bücher diesen Jahres verraten habe, aber gelesen hab ich trotzdem!

Nämlich"Was uns nicht gehört" zB. Irgendwie eine abstruse Geschichte. Der Mann hat ja ein Faible für sowas und dies war mal wieder eins der Bücher, das ich bei ihm aus dem Regal gemopst hab. Irgendwie trotzdem schön geschrieben, die Geschichte an sich ist allerdings ziemlich unglaubwürdig.

"Albert - ein gloreiches Schnabeltier", auch aus dem Regal des Mannes, war hingegen ein ganz großartiges Buch mit nachhaltigem Eindruck! Toll geschildert die Geschichte der irgendwie liebenswürdigen Kleinganoven und Versager und das alles aus der Sicht verschiedenster australischer Tiere.
So toll - der Mann hat es schon ein zweites Mal gelesen ;-)

Und dann war da endlich noch die als Taschenbuch herausgekommene Geschichte um Leo Demidow. Ich hatte mich wie irre drauf gefreut, aber irgendwie fehlte mir bei "Agent 6" was, ich kann aber auch nicht sagen, was genau. Vielleicht war es nur, dass diese Geschichte kaum in der Sowjetunion spielt, vielleicht ist der Autor da auch dem Erfolg zum Opfer gefallen, indem er schnell schnell neue Bücher nachschreiben musste...

Montag, 7. Oktober 2013

LiebLinks N°30 ♥


Wie jeden Montag hier vor Ort meine Fundsachen, die es sich unbedingt lohnt zu teilen, die ich mir merken will, nachmachen muss, die mich zum nachdenken angeregt haben oderoderoder.
  • Ein Freebie für den Kinderrucksack Lieselotte - *hach*... ob der auch in groß geht? ;-)
  • Eine Anleitung dafür, wie man eine richtige UND ansehnliche Pflanze aus einem Avocadokern zieht - hätte ich das mit dem zwischendurch immer mal stutzen früher gewusst, hätte ich heute nicht so ein spirreliges Teil im Wohnzimmer stehen. Grmpf.
  • Füchse (oder eben auch Futze) gehen ja immer. Einen echten Fuchs um die Schultern natürlich nicht!! - Dann näh ich mir halt eine Fuchs-Stola
  • Nicht einschlafen können und dann mit Daddy ein bißchen singen... that's sooooo cute!!!

Sonntag, 6. Oktober 2013

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? 05.Oktober


Frau Brüllen fragte Anfang März "Was machst du denn eigentlich den ganzen Tag?" und rief eine Woche zum Tagebuch-Bloggen auf. Högscht interessant das und daher gibt's nun jeden Monat am Fünften wieder einen Tagebucheintrag. Wer mitmachen mag, ist herzlich eingeladen! Allerdings war ja der Fünfte bereits gestern, deswegen ruschlasch, bevor die Linkliste diesen Monats schließt!
  • Eigentlich hatten der Mann und ich ja auf dem Hohen Meißner beim 100jährigen Meißnerlager zelten wollen - beim ersten Blick aus dem Fenster waren wir noch viel weniger böse drum, dass wir den Abend zuvor geningelt hatten und wieder heim gefahren sind! Das warme, weiche Bett tat sein Übriges, so war auch nix mit früh aufstehen, Überraschung!
  • Na gut, gegen 9 Uhr hab ich es dann doch geschafft. Katze füttern, frühstücken. Duschen ist angesichts des Wetters eh überflüssig, das werd ich eindeutig heut Abend zum Aufwärmen brauchen...
  • Gegen halb 12 haben wir es "schon" ins Auto geschafft. Und wieder ab durche Dörfer und Berge gen Frankershausen.
  • Gott sei Dank ist der Regen nicht so doll wie befürchtet, aber man kan jetzt schon erahnen, wie sehr die Wiese unter den vielen Leuten leiden wird, und mit hübsch Fotos machen ist leider auch nix...
  • Erstaunlicherweise laufen wir dem guten Milchbubi, der sich extra deswegen nach drei Jahren und mehr mal wieder bei mir gemeldet hatte, wegen dem wir extra nochmal hingefahren waren, direkt beim Eintreffen auf dem Hauptplatz in die Arme! *hach*
  • Und so geht es weiter: Es schifft, alle paar Meter trifft man andere üblich Verdächtige oder Leute von "damals", es wird gequatscht und gelacht. Einzig, dass der Regen vom Haupte irgendwann in die Augen läuft, stört ein wenig...
  • Trotzdem sagen wir nicht nein, als der gute Milchbubi und seine Dame doch wieder das Weite suchen wollen und gehen mit; die Gaststätte unten im Ort wird angepeilt, um noch ein wenig schwätzen und auch einen Mittagsimbiss zu sich nehmen zu können.
  • Die ist allerdings schon wegen lauter Wandervögeln, Pfadfindern und sonstigen Schlechtwetter gewohnten Gestalten übervölkert, was die Betreiber so nicht eingerechnet hatten, da zieht es uns einmal um den Meißner rum zur Hanstein in den Klausenhof. Da ist immer Platz, da gibts immer Essen und obendrein ist es urig und saulecker!!
  • Nach einem feinen Frischlingsbraten mit Knödeln und Rhabarberschorle und selbst angesetzter Kräuterlimo geht es wieder heim. Ich schlafe - natürlich - noch im Auto ein ;-)
  • So kann ich wenigstens zu Hause nicht mehr pennen, was in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit ganz gut ist... ordentlich heiß duschen, noch einen heißen Tee samt Stollen und ab an den Rechner:
  • MI hatten wir den ersten Hochzeitstag und wir haben uns die Mühe gemacht, von allen Gästen die schönsten Bilder rauszusuchen und die wollen nun verschickt werden.
  • Eigentlich würd ich aber gern dank der Sentimentalität verursacht durch den guten Milchbubi Fotos aus 1998 einscannen und verschicken. Aber eine kleine Hochzeitscollage könnt ich für den Blog auch zusammenstellen... nein, nichts da! Ausgerechnet mal eins nach dem anderen!
  • Nach knapp 20 Mails kann ich nicht mehr, deswegen Füße hoch, Katze auf den Schoß und Serie gucken... bis kurz vor Mitternacht, wo ich mich doch so langsam sorge, ob der Mann bei seinem im Internet aufgetanen Spieletreff schon zu Mettwurst verarbeitet wurde... aber da kommt er Gott sei Dank endlich ;-)
  • Gut Nacht!
Danke fürs Lesen!

Lecker Zwetschgenmus


Ich wollte ja eigentlich längst verraten haben, was ich da neulich im Ofen mit den Zwetschgen angestellt hab.. öhöm... gut, dass ich nie gesagt hab, an welchem WE ;-)

Jetzt aber! Denn der ein oder andere hat vielleicht immer noch ein paar Zwetschgen zu viel an seinem oder Nachbars Bäumchen hängen und bevor sie ganz abfaulen oder gar erfrieren... aber je reifer, desto besser!
Übrigens, ICH hab mich ja immer gefragt, was eigentlich der Unterschied zwischen Zwetschgen und Pflaumen ist, dachte immer, dass "Zwetschgen" vielleicht mal wieder nur ein typisch hannöversches Wort ist. Und als ich neulich den Kindern in der Schule Zwetschgenkuchen "andrehen" wollte (so zumindest war deren eindeutiger Gesichtsausdruck dazu zu beurteilen!), kam die Frage wieder auf. Dank Herrn Gugl heute ja alles kein Problem mehr: Einen Unterschied zwischen Zwetschgen und Pflaumen gibt es also doch!

Kommen wir nun aber endlich zum Rezept!
Ich hatte nach einem gefahndet, das hinterher genau dieselbe Konsistenz von dem im lila Plastiktöpfchen hat und musste feststellen: Ha! Es liegt einfach mal wieder nur an meiner Geduld, dass das "Mus" die Jahre zuvor zu flüssig war (welch neue Erkenntnis!).





Man nehme möglichst reife Zwetschgen, schneide sie auf und entkerne sie und ab damit in einen Bräter (ich hatte mich vorher gefragt, ob ich unbedingt einen teflonbeschichteten benötige oder ob es Omas alter aus Emaille auch tut - jupp, letzterer ist völlig ausreichend!).





Auf 1kg Zwetschgen gibt man dann etwa 100g Haushaltszucker hinzu und lässt das ganze dann ordentlich Saft ziehen, am besten über Nacht. Mindestens aber einige Stunden (also über Nacht, es sei denn, man Pflückt die Zwetschgen schon vor Tagesbeginn!).
Die Zuckermenge hängt ein wenig vom Reifegrad der Zwetschgen ab und wie süß man den Mus hinterher haben mag.
Diabetiker können den Zucker aber auch ganz weglassen, dann wird sich halt nicht so viel Saft ziehen...




Am nächsten Tag kommt dann alles, so wie es ist, in den Ofen und wird auf beinah höchster Stufe erst einmal so heiß gemacht, dass es am Rand anfängt zu köcheln.
Anschließend Deckel ab, Hitze etwas drosseln und einige Stunden weiter blubbern lassen.
Das müsst ihr mal ausprobieren; ich hab erst auf 130°C runtergeschaltet, aber das war viel zu wenig, so dass ich schlussendlich wieder auf 220°C erhöht hab.
Wichtig dabei: NICHT umrühren!!! Sonst brennt der Spaß irgendwann an. Und die Herdtür einen Spalt offen lassen, damit die Flüssigkeit wirklich verkochen kann.




Nach vielen, vielen Stunden, in denen man einfach irgendwas anderes machen kann (nur ab un dan mal überprüfen, ob es noch blubbert), sehen die Pflaumen recht unappetitlich aus und die schon trocken gegrillten können vorsichtig untergerührt werden.
Nach insgesamt etwa 4 Std. hat sich die Masse auf die Hälfte reduziert und man kann zum letzten Schritt kommen...






Pürieren!
Und voilá: Auf einmal ist aus der unansehnlichen Bröckchenplörre tatsächlich Mus geworden

Wer mag, kann nun gerne noch würzen, zB mit Zimt, Nelken, einem Schuss Rum, Anis, klassischem Musgewürz... je nach Belieben.







Dann fix in die ausgekochten Gläser füllen, Deckel fest drauf und für 10 min auf den Kopf stellen, damit der Deckel auch wirklich fest sitzt.

Ich habe für diese Prozedur keine tollen (und teuren) Hilfsmittel, sondern ziehe lediglich Gummihandschuhe an, drehe die Wassertemperatur auf "kaum aushaltbar" und spüle so Deckel und Gläser gründlich aus. Reicht auch völlig aus.







Das Wichtigste am Ende nicht vergessen:
Am besten ein Brötchen aufbacken und erstmal probieren
Das geht natürlich auch mit einem Graubrot oder kaltem Brötchen, aber wenn die Butter unter dem Mus auf dem heißen Weißmehlbrötchen verläuft, ist das eindeutig schon am leckersten!!
Oder?!













Und mit einem hübschen Häubchen/Schleifchen und natürlich einem Schild, damit man weiß, was drin ist, sind "schon" die ersten Weihnachtsgeschenke für die Verwandtschaftsbagage fertig!

Ich habe die Prozedur 2x gemacht und aus insgesamt 11kg Zwetschgen gut 13 Gläser á 440ml herausbekommen.
Ein paar Gläser fallen also auch für uns ab!


Viel Spaß beim Nachkochen!